Egal ob Neubezug oder Renovierungswunsch, bei der Einrichtung der eigenen vier Wände hängt das Grundkonzept von Material und Ausstattung von einer schier unermesslichen Zahl von Faktoren ab: der eigene Geschmack, regionale, traditionelle oder ökologische Wünsche und Vorstellungen und nicht zuletzt das Budget. Aber unabhängig davon: Was passt überhaupt zusammen, welche Materialkonzepte sind – aus der Sicht des Innendesigns – sinnvoll? Eine kleine Übersicht.

Kontrastreich I – Naturmaterial und künstliche Baustoffe

Beim Innendesign finden sich immer wieder echte Traumpaare, die geradezu danach schreien, bei der Raumgestaltung eingesetzt zu werden. Dabei profitieren diese Paare oft vom Gegensatz zwischen natürlichen und künstlichen Materialien: Beton und Holz mögen sich ähnlich gerne wie Stahl und Holz. Beide Stoffe ergänzen sich jeweils in verschiedenen Aspekten. Der raue und kühle Beton wird durch das weiche und warme Holz ästhetisch gut in Szene gesetzt und andersherum. Während das Holz eine gewachsene Struktur hat, wird Beton gegossen. Ein Gegensatz, der seinen ganz eigenen Charme hat.

Stahl und Holz haben hingegen komplementäre Baueigenschaften. Stahl kann schwere Lasten tragen, leitet allerdings auch Temperatur sehr gut. Holz daneben isoliert deutlich besser als Stahl. Beides zusammen ergänzt sich optimal. Übrigens auch optisch, da sich Grau mit warmen Holztönen sehr gut kombinieren lässt. Eine gewisse funktionale Trennung der Materialien, zum Beispiel Beton für die Wand und Holzvertäfelung für die Decke, lässt die Zimmer nicht zu unruhig wirken.

Künstliche Baustoffe und Naturmaterial kombiniert – das geht fast immer.

Einheitlich I – Weiß in weiß

Die weiß gestrichenen Wände einer frisch renovierten Wohnung haben etwas Unschuldiges an sich. Nach dem Einzug bleibt diese Stimmung in den traditionell häufig weißen Räumen Küche und Bad bestehen. Um eine austauschbare Atmosphäre zu vermeiden, sollte man dem Minimalismus aber Grenzen setzen. Spielen Sie mit Formen und Oberflächenstrukturen, die gerade durch die einheitliche Farbe Akzente setzen können. Ob Sideboard, Waschbecken oder Lichtschalter, außergewöhnliche Formen rücken in den Fokus, weil die zeitlose Farbe Weiß den Raum dafür erst erschafft.

Einheitlich II – Epochenstile versprühen Zeitgeist

Hat man bei der Einrichtung einen genauen Stil vor dem inneren Auge, ergeben sich Kombinationen fast wie von selbst. Wer sich zum Industrial Style hingezogen fühlt, wird schnell Stahl und Beton zusammenbringen und wenig Farbe und Textil einsetzen. Für Liebhaber der wilden 60er und 70er Jahre ist Plastik und bunter Plüsch ein Muss. Freunde des Mittelmeers fühlen sich wohl mit viel Stein und Terrakotta um sie herum und Anhänger des Kolonialstils erfreuen sich an unterschiedlichsten Hölzern und Furnieren. Kurz: Wer eine inhaltliche Klammer findet, kombiniert mit Hilfe von traditionellem Designwissen ohne großes Kopfzerbrechen.

Kontrastreich II – Damit Einheitlichkeit nicht zu Langeweile wird

Während die Farbe Weiß sich dezent zurückhält, haben es andere Farben und Materialien in geballter Masse schwer. Wohnungen wie aus einem Guss erinnern leider oft an Katalog- und Musterwohnungen. Erst der individuelle Stilbruch füllt die Wohnung mit Leben. Der Bruch kann im kleinsten Detail liegen, im modernen Lichtschalter in der Gründerzeitwohnung oder in der antiken Lampe im modernen Loft. Er macht aus einer Wohnung wie aus dem Katalog erst Ihr ganz individuelles Zuhause.

 

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    Beitragsbild: Rasch Factory von tapetenpics, CC-BY 2.0