Früher war die Sache mit den Glühlampen ganz einfach: Man schraubte die kaputte Lampe raus, ging damit in den Baumarkt und suchte sich eine neue mit dem gleichen Gewinde. Heute scheint es manchmal so, als ob man bei all den Fachausdrücken um Farbtemperatur, Lichtstrom und Beleuchtungsstärke einen Uniabschluss in Physik bräuchte. Dabei ist es im Grunde gar nicht mehr so kompliziert.

Lumen beschreibt das gesamte Licht einer Lichtquelle

Die Einheit Lumen (lm) bezeichnet den sogenannten Lichtstrom. Der Lichtstrom misst das gesamte Licht, das aus der Lichtquelle ausströmt. Eine normale 40 Watt Glühlampe erreicht etwa 400 Lumen. Energiesparlampen oder LED erreichen diese 400 Lumen übrigens schon bei ungefähr 7 Watt und sind daher deutlich effizienter.

Lux beschreibt, wie hell ein Objekt beleuchtet wird

Trifft das Licht nun auf eine Oberfläche, geht es um die Beleuchtungsstärke Lux (lx). Während Lumen also das ausgesandte Licht misst, berechnet man das ankommende Licht mit Lux, und zwar in Lumen durch Quadratmeter. Der gebündelte Strahl einer Taschenlampe hat also mehr Lux als ein gestreuter Lichtkegel, auch wenn direkt an der Lichtquelle gleich viele Lumen gemessen werden.

 

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Foto: Illuminancia von Sigried, CC BY-SA 3.0

An einem Sommertag mit blauen Himmel misst man auf der Erdoberfläche übrigens knapp 100.000 lx. Eine handelsübliche Kerze erleuchtet einen Punkt, der einen Meter entfernt ist, mit etwa 1 lx und wenn man einen Lichtschalter bedient, wird ein normales Zimmer oder Büro mit circa 500 lx erhellt – je nach Deckenhöhe und Leuchtkörper natürlich.

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Und was bedeutet das für den Alltag?

Fassen wir kurz zusammen: Lumen gibt Auskunft auf die Frage „Wie viel Licht kommt aus dieser oder jener Lampe?“ Wer jedoch fragt, wie stark dieses oder jenes Objekt erleuchtet ist, fragt nach der Lux-Zahl. Beim Lampenkauf ist vor allem die Lumen-Zahl entscheidend, doch Winkel und Entfernung zur Lichtquelle bestimmen, wie hell die Fläche tatsächlich erleuchtet wird.

Für unterschiedliche Bedürfnisse wurden sogar DIN-Normen festgelegt. Verkehrs- und Fluchtwege dürfen relativ dunkel sein. Auf den Straßen müssen 7,5 Lux herrschen, und ein Fluchtweg muss mit mindestens einem 1 Lux beleuchtet sein. Bei Arbeitsräumen sieht es etwas anders aus: 100 Lux sind gesetzlich vorgeschrieben, wird an einem Bildschirm gearbeitet sind es sogar 500 Lux.

Übrigens gibt es auch Vorschriften, wie Lichtschalter am Arbeitsplatz angebracht werden sollen. Nach Paragraph 5 der Arbeitsstättenverordnung müssen Lichtschalter an Ein- und Ausgängen angebracht und leicht zugänglich sein. Okay, dafür braucht man nun wirklich kein Physikstudium.

 

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    Foto: Idea von Joey Gannon, CC BY-SA 2.0