Der Frühling naht. Nach einem langen, grauen Winter spürt man spätestens bei den ersten Sonnentagen, wie sehr uns das Licht gefehlt hat. Endlich ist es vorbei mit der jährlichen Winterdepression! Doch wie genau wirken sich eigentlich Helligkeit, Farben oder die Ausrichtung einer Lichtquelle auf unsere Gefühlswelt aus?

Helligkeit ist wichtig für das körperliche Wohlbefinden

Auch Menschen machen eine Art Winterschlaf. Das hängt mit dem körpereigenen Hormon Melatonin zusammen, das uns schläfrig und müde werden lässt. Licht, vor allem Tageslicht, bremst die Produktion des Hormons im menschlichen Körper, macht uns wach und verbessert unsere Laune spürbar. Und obwohl heute kein Mangel an Beleuchtung herrscht, führt das wenige Tageslicht im Winter dazu, dass wir in dieser Jahreszeit mehr schlafen und unser Gemütszustand deutlich darunter leidet.

Das hängt möglicherweise mit der Länge der Lichtwellen zusammen, einheitliche Forschungsergebnisse gibt es zu dieser Frage aber noch nicht. Tageslichttherapien sind zur Behandlung von Depressionen heute jedoch schon gängige Praxis und beweisen die Wichtigkeit des Themas.

Übrigens: Versuchen Sie mal, beim nächtlichen Toilettengang den Lichtschalter links liegen zu lassen oder zumindest das Licht zu dimmen. Je weniger Licht ins Auge fällt, desto höher bleibt Ihr Melatoninspiegel und umso leichter fällt Ihnen die Rückkehr in den Schlaf.

Direktes oder indirektes Licht?

Das Gesicht direkt in die Sonne zu halten – mit geschlossenen Augen, versteht sich -, sorgt eigentlich immer für gute Laune. Das Licht flutet das Gehirn regelrecht und dämmt die Melatonin-Ausschüttung. In Räumen wird direktes Licht aber oft als hart oder sogar aggressiv wahrgenommen. Schließlich möchte niemand gerne beim Betätigen des Lichtschalters geblendet werden. Indirektes Licht beleuchtet den Raum durch die Streuung der Helligkeit, das Licht wirkt durch die Reflexion von Decke und Wand weicher. Einzelne Spots auf Regale, Bilder oder den Schreibtisch setzen Akzente und sorgen in der Mischung für ein als angenehm empfundenes Raumgefühl.

 

welches-licht-bewirkt-welche-stimmung-wall-marthaposemuckel-cc-oFoto: Wall von martaposemuckel, CC-0

Der Einfluss von Farben

Neben der Helligkeit und dem Einfallswinkel hat auch die Farbe des Lichts selbst einen großen Einfluss auf unsere Stimmung. So wirkt rotes Licht anregend und stimuliert Durchblutung und Stoffwechsel. Infrarotlampen sind in der Medizin daher ein anerkanntes Therapiemittel. Grünes und gelbes Licht sind gut für die Nerven und blaues Licht löst Spannungen und schafft innere Ruhe. Selbst das Schmerzempfinden kann durch blaues Licht gesenkt werden.

Aber natürlich sind Stimmungen und Gefühle eine sehr persönliche Angelegenheit und wie wir Licht empfinden, wird stark von anderen Faktoren wie Erinnerungen, Lieblingsfarbe oder aktuellen Lebensumständen geprägt. Vertrauen Sie daher Ihrem persönlichen Bauch- und Lichtgefühl!

 

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    Beitragsbild: Sonnenuntergang Panorama von Maximilian Felkel, CC BY-SA 3.0