Die Ansprüche an die eigenen vier Wände wachsen stetig. Neben großer Wohnfläche und passender Beleuchtung wird auch der Wunsch nach technologischen Spielereien immer größer. Architekten und Bauherren müssen auf diese Bedürfnisse reagieren.

Nach der idealen Wohnung gefragt, wünschen sich die Deutschen derzeit ein großzügiges Zuhause mit Fußbodenheizung, einem Garten und einer großen Küche. Außerdem soll die Wohnung dazu beitragen, den eigenen Alltag zu erleichtern. Dies stellt Architekten, Bauherren und Raumausstatter vor neue Herausforderungen.

Mehr Arbeit, weniger Freizeit

Die Gründe für die unterschiedlichen Ansprüche sind vielseitig. Eine Entwicklung nimmt dabei eine zentrale Rolle ein: Menschen arbeiten immer länger und sind dabei höherer Verantwortung und starkem Druck ausgesetzt.

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Foto: Clark Kent von Nana B Agyei, CC BY 2.0

Dies belegt die repräsentative Studie „Wohnen 2030“ des Bundesverbandes deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen. Wir sind mittlerweile rund um die Uhr für den Chef oder die Kunden erreichbar, Freizeit und Ruhe kommen zu kurz. Das geht zu Lasten unserer Gesundheit. Die Zeit für Erholungsphasen wird weniger. Die Sehnsucht nach einem Zuhause als Ort der Ruhe und Entspannung wächst.

Was Mieter wollen

Dementsprechend steigen die Ansprüche bei der Wohnungssuche. Das gilt für Normalverdiener genauso wie für Besserverdienende. Mieter wollen vermehrt mitbestimmen, wie das eigene Zuhause aussehen soll. Daher achten Architekten und Bauherren schon heute auf flexibel veränderbare Grundrisse. So wird zum Beispiel die Zahl der tragenden Wände eines Hauses auf ein absolutes Minimum reduziert.

Darüber hinaus ist Zusammenhalt in der Nachbarschaft ebenso wichtig wie durchdachte Raumkonzepte, die selbst in kleinen Räumen großzügiges Wohnen ermöglichen. Mieter und Eigentümer wünschen sich außerdem laut der Studie „Wohntrends 2030“ Wohnkonzepte, die ein altersgerechtes Wohnen mit integrierten variablen Pflegeangeboten verbinden.

Wie die Technik das Wohnen von morgen bestimmen wird

Wohnen ist bereits heute digital vernetzt und diese Entwicklung wird weiter zunehmen: Im Jahr 2030 wird der intelligente Kühlschrank selbstständig über das Internet fehlende Lebensmittel bestellen. Das Smartphone fungiert bereits heute innerhalb der Wohnung oder des Hauses als Steuerungsinstrument für Lichtschalter und Heizung. Die Kaffeemaschine brüht zu einer bestimmten Uhrzeit automatisch den Kaffee auf. Hilfreich ist auch das automatische Abschalten des Herdes via Sensor, wenn der Bewohner seine Wohnung verlässt.

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Foto: ZVEH/Schildheuer

Darüber hinaus wird es im Jahr 2030 viele technische Angebote geben, die nicht nur für hilfsbedürftige Personen interessant sind. Warum sollte man beispielsweise beim Verlassen der Wohnung noch kontrollieren, ob wirklich alle Fenster und Türen geschlossen sind? Von unterwegs können wir auf dem Handy sehen, ob alles ordnungsgemäß verschlossen ist. Ist das einmal nicht der Fall, genügt ein Wisch über das Smartphone und daheim ist wieder alles, wie es sein sollte.

 

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    Beitragsbild: IBA Hamburg – smart price house von Gunnar Ries, CC BY-SA 2.0